"It must be love?" (Montag, 08.12.03)
Zum wiederholten Mal ging es mit diesmal insgesamt 12 Leuten zum Madness - Konzert nach London. Den Flug gab's billig bei RYANAIR und das Hotel bei den netten Damen vom East Asia Reisebüro in der Wichertstraße. Am Montag in der Früh ging es los. Der Zufall wollte es, dass wir mit den Leuten von Red Alert und Cockney Rejects und einem riesigen Kater von Jason flogen. Sollte es ein gutes Omen für unsere Zeit in England sein?
Nach unserer Ankunft verbrachten wir anfänglich den Tag bei ein paar "pints of welcome" in Camden. Man(n) schafft es natürlich nicht, 12 Individuen unter einen Hut zu bekommen. Ist auch gar nicht so schlimm. Durch die kostenlose Zeitung in der Metro erfuhren wir, dass an diesem Tag Turbonegro mit den legendären Hard-Ones zum Tanz aufspielten. Die halbe Reisegruppe beschloß dem Ereignis beizuwohnen. Mit "nur" einer Stunde Verspätung ging es los. Aber in England gehen die Uhren anders. Dort fangen die Konzerte pünktlich an, was ich eigentlich auch gut finde. Aber Hard-Ones waren vorbei, der Eintrittspreis konnte nicht verhandelt werden und so zogen wir durch Soho mit Getränken aus dem Spätverkauf. Lasst euch gesagt sein: "England ist arschteuer!" Die allgemeine Montagsmüdigkeit befiehl uns nach und nach und so gaben wir der Hotelmatratze eine Chance.
"they callin - madness" (Dienstag)
Dieser Tag stand ganz im Zeichen der Kultur. Da unser Mitreisender Lars noch nie einen Fuß in London hatte, war "Sightseeing" angesagt. Mit Öfta, Eva, Jüsün Nüwüczün, Lars und mir ging es mit dem Bus erst einmal zum Trafalger Square, wo Lord Nelson bestaunt wurde. Hiernach wurden viele Punkte entlang der Themse angesteuert, u.a. ging es am "Londoneye" vorbei über die Millieniumbridge zur "Tategalery". Selbstverständlich ging es noch zur "Towerbridge" und zum "Tower". Auch der Stolz der Briten, die "HMS Belfast", welche die Bismark im 2.WK versenkte, war trotz allem gut anzusehen. Aber dann begaben wir uns doch lieber in die Plattenläden und Pubs von Soho und Camden. Nach einer Stärkung mit "fish ´n´chips" und einigen "spitfire" (eine ganz leckere Biersorte) bereiteten wir uns gründlich auf unseren Abend vor. Das Konzert von Madness war kurzfristig in das "Forum" nach Camden verlegt worden. Trotz allem muss einfach gesagt werden: "Die Briten, die spinnen!" Es war richtig kalt und die Damen standen über eine Stunde mit einem dünnen Nikki in der Schlange zum Kartenkauf. Wir froren im Pullover und Jacke. Aus Unwissenheit entweihte ich auch noch eine Kirche, da ich meiner "spitfire" - Notdurft auf heiligem Boden nachging. Hoffentlich komme ich trotzdem in den Himmel. Ich bin doch sooo lieb, klein und nett. Und wenn das nicht ausgeschildert war, 666! Die Vorband ASWD war grottenschlecht und werden deswegen nicht weiter erwähnt. Dagegen war die Veranstaltungsörtlichkeit "very nice". Es erinnerte an ein altes Theater und die Bühne war von so ziemlich jedem Punkt gut zu überschauen. Als Hintergrund war eine riesige Leinwand mit einer gemalten Häuserkulisse Camden's zu bestaunen. Das Publikum war zwischen 10 und 70. Aber alle waren lustig unterwegs. Dann war es endlich soweit. Madness wurden auf die Bühne gebrüllt und gesungen. Für die nächsten 2 bis 2,5 Stunden war nur noch Bewegung im Gebäude. Beschreiben kann man Madness - Konzerte nicht. Ich persönlich kann sie zumindest in London sehr empfehlen. Nach 2 Zugaben und vielen Eindrücken war er dann vorbei, der Tag der Kultur. Relativ geschafft fielen wir nach einem altbewährten Cola- Wodka- Schlummertrunk in die Betten.
"last train to cairo" (Mittwoch)
Unseren letzten Tag verbrachten wir mit dem Ausgeben der letzten Pfunde. Nein, im Gegensatz zu unseren Körperpfunden gingen diese Pfunde sehr schnell weg. Mitbringsel für die Daheimgebliebenen und natürlich für uns selbst. Eigentlich würde dieser Tag auch schon hier enden. Aber Dank Jüsün wurde es noch sehr sehr hektisch. Von Freunden bekam er Buskarten für den Flughafenzubringer geschenkt. Rechtzeitig waren wir an der "Victoriastation" und kamen auch gleich weg. Aber ein Stau auf der Autobahn versetzte uns in gespielte Gelassenheit. Über 1,5 Stunden lief nichts. Erst als wir den Restwodka ins Spiel brachten, löste sich der Stau in Wohlgefallen auf und wir durften über den riesigen Flughafen rennen, um dann mit blöden Stuttgart - Fans in einem Raum zu stehen. Wenigsten hat der VfB 2:0 verkackt,ha.
Also liebe Leser: "Nehmt NIE einen Bus in London zum Flughafen!"
Bis denne
Euer fluscH.
» fluschke(at)entdeckungsreisender.de
P.S.: Mario - noch mal Danke für die Fotos.
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