Arvidsjaur-Schweden-2006
Karte Arvidsjaur
Karte Arvidsjaur

Nun bin ich zum zweiten Mal in Arvidsjaur und genieße die Zeit hier. Es ist toll durch die Gegend zu streifen, an einem der vielen Seen zu rasten und das Gefühl zu haben, man hätte ewig Zeit. Irgendwie hat man das auch zumindest Anfang Juli da es hier einfach nicht dunkel wird. So kann man sich richtig ausschlafen und seine Aktivitäten auf den Nachmittag oder die Abendstunden verlegen.

Kurz eine Beschreibung des Ortes. Arvidsjaur liegt ziemlich hoch im Norden Schwedens und stellt eine Art Kreuzung für die Fernverkehrsstrassen 45, 94 und 95 dar. In dem Ort wohnen ungefähr 6.000 Einwohner und es ist hier recht beschaulich. Eine große Hauptstraße führt mitten durch den Ort und links und rechts sind einige Geschäfte und Banken. Innerhalb des Ortes befindet sich auch ein Campingplatz an einem der zwei Seen die direkt innerhalb der Stadtgrenzen liegen. Ein Regiment der schwedischen Armee, die „norlands dragoner“, ist hier auch stationiert. Der Ort besitzt auch einen Golfplatz, eine schöne Kirche und ein Hallenbad.

Holz-Elche
Holz-Elche
Bahnhof
Bahnhof
Kirche
Kirche

Um den Ort zu erreichen empfiehlt es sich, mit dem Auto anzureisen oder das Flugzeug zu nehmen, denn Arvidsjaur besitzt sogar einen kleinen Flughafen. Dieser ist sehr gemütlich und wurde sogar mal als schönster Flughafen Schwedens prämiert. Sehr günstig fliegt man von Berlin nach Stockholm mit der Fluggesellschaft „German Wings“ und danach von Stockholm mit „Skyways“ nach Arvisdjaur. Auf dieser Strecke gibt es noch einen kurzen Zwischenstop in Lycksele.

Tower Flughafen Stockholm
Tower Flughafen Stockholm
Blick aus dem Fenster
Blick aus dem Fenster
Fokker 50
Fokker 50

Um den Ort und die herumliegende Gegend zu erforschen nimmt man sich am besten ein Fahrrad. Wir wollten uns am Campingplatz diese ausleihen und bekamen zwei schwere robuste Militärfahrräder die aber vollkommen genügen. Als Pfand hinterlegt man je Rad 50 Kronen, das sind etwa 6 Euro und diese bekommt man bei Rückgabe der Räder zurück. Das Fahrrad bekommt man sozusagen umsonst, was ich sehr großzügig finde.

Militärfahrrad
See am Campingplatz
Hauptstrasse

Einen sehr schönen Fahrradausflug kann man machen, wenn man an der Kaserne der „norlands dragoner“ vorbeifährt um dort in das militärische Übungsgebiet zu gelangen. Nur in seltenen Fällen ist es gesperrt, wenn dort Schiessübungen oder Manöver stattfinden. Bis jetzt habe ich immer auf dieser Tour Rentiere gesehen, oft liegen sie ironischer Weise am Ende der Strecke auf dem Schiessplatz im Schutz einer Überdachung.

Militärgelände "norlands dragoner"
Militärgelände "norlands dragoner"
Rentier auf Strasse
Rentier auf Strasse
Rentiere auf Schiessplatz
Rentiere auf Schiessplatz

Wer es etwas ruhiger und stressfrei möchte und ein Freund der Natur ist, dem kann man Arvidsjaur für einen Ausflug empfehlen. Für Freunde des Nachtlebens bietet der Ort kaum Möglichkeiten. Es gibt lediglich einen Pub, der meistens auch nur am Wochenende geöffnet ist.

Tip: Ein sehr leckeres, erfrischendes und leicht alkoholisches Getränk ist "Cider", das ein wenig an Potsdamer oder Alsterwasser erinnert. Am besten gut gekühlt aus dem Kühlschrank servieren.

militär. Gebrauchsgegenstände
typische Landschaft
Seeblick

 

Bert

» bert(at)entdeckungsreisender.de 

 

Fotos: Bert

» bert(at)entdeckungsreisender.de

 

Kasernenhof
Kasernenhof
Stadtmitte
Stadtmitte
Grosser See
Grosser See

Leserkommentare

Anzeige: 1 - 4 von 4.

Thomas aus Cottbus
  Friday, 14-07-06 18:59
Hi Bert, schöner Bericht-weißt ja war ja auch mal Schwedenfan!Am See könnte man ja bei der Beleuchtung 24h wakeboarden- bis bald Thomas

Bert aus Arvidsjaur
  Friday, 07-07-06 12:18
Bei einem Fahrradausflug hörten wir so ein lautes Pfeifen in dem dichten Gebüsch neben dem Weg, was uns sehr seltsam vorkam und wir hatten so etwas noch nie vorher gehört. Nach weiteren Recherchen und Auskünften der Leute die hier leben handelte es sich mit größter Wahrscheinlichkeit um einen Bären. Im Internet habe ich folgendes gefunden:


"Bärenlaut: Manche Leute sagen, dass sich Bären bei nahender Gefahr pfeifend warnen! Bei der Begegnung mit den Menschen oder anderer Gefahr wird die eingeatmete Luft durch die Nasenlöcher ausgeschnaubt und neue Luft eingezogen. Dies um den Geruchsinn besser ausnützen zu können. Wird dies über längere Zeit getan hört es sich an, als würde der Bär pfeifen."


Ich hätte Euch natürlich gern noch ein Foto von einem Bären präsentiert, naja, vielleicht beim nächstem Mal.


Grüße von Bert

alter Schwede
  Friday, 07-07-06 12:08
...und auch hübsche Schwedenmädchen da - like: http://www.swedenunited.com/

ABBA
  Thursday, 06-07-06 18:33
Hallo Bert, vielen Dank für die Lobeshymnen auf unser Land. Erhol Dich noch gut bei uns und bis bald. Wir sehen uns beim Konzert. ABBA