Nun bin ich zum zweiten Mal in Arvidsjaur und genieße die Zeit hier. Es ist toll durch die Gegend zu streifen, an einem der vielen Seen zu rasten und das Gefühl zu haben, man hätte ewig Zeit. Irgendwie hat man das auch zumindest Anfang Juli da es hier einfach nicht dunkel wird. So kann man sich richtig ausschlafen und seine Aktivitäten auf den Nachmittag oder die Abendstunden verlegen.
Kurz eine Beschreibung des Ortes. Arvidsjaur liegt ziemlich hoch im Norden Schwedens und stellt eine Art Kreuzung für die Fernverkehrsstrassen 45, 94 und 95 dar. In dem Ort wohnen ungefähr 6.000 Einwohner und es ist hier recht beschaulich. Eine große Hauptstraße führt mitten durch den Ort und links und rechts sind einige Geschäfte und Banken. Innerhalb des Ortes befindet sich auch ein Campingplatz an einem der zwei Seen die direkt innerhalb der Stadtgrenzen liegen. Ein Regiment der schwedischen Armee, die „norlands dragoner“, ist hier auch stationiert. Der Ort besitzt auch einen Golfplatz, eine schöne Kirche und ein Hallenbad.
Um den Ort zu erreichen empfiehlt es sich, mit dem Auto anzureisen oder das Flugzeug zu nehmen, denn Arvidsjaur besitzt sogar einen kleinen Flughafen. Dieser ist sehr gemütlich und wurde sogar mal als schönster Flughafen Schwedens prämiert. Sehr günstig fliegt man von Berlin nach Stockholm mit der Fluggesellschaft „German Wings“ und danach von Stockholm mit „Skyways“ nach Arvisdjaur. Auf dieser Strecke gibt es noch einen kurzen Zwischenstop in Lycksele.
Um den Ort und die herumliegende Gegend zu erforschen nimmt man sich am besten ein Fahrrad. Wir wollten uns am Campingplatz diese ausleihen und bekamen zwei schwere robuste Militärfahrräder die aber vollkommen genügen. Als Pfand hinterlegt man je Rad 50 Kronen, das sind etwa 6 Euro und diese bekommt man bei Rückgabe der Räder zurück. Das Fahrrad bekommt man sozusagen umsonst, was ich sehr großzügig finde.
Einen sehr schönen Fahrradausflug kann man machen, wenn man an der Kaserne der „norlands dragoner“ vorbeifährt um dort in das militärische Übungsgebiet zu gelangen. Nur in seltenen Fällen ist es gesperrt, wenn dort Schiessübungen oder Manöver stattfinden. Bis jetzt habe ich immer auf dieser Tour Rentiere gesehen, oft liegen sie ironischer Weise am Ende der Strecke auf dem Schiessplatz im Schutz einer Überdachung.
Wer es etwas ruhiger und stressfrei möchte und ein Freund der Natur ist, dem kann man Arvidsjaur für einen Ausflug empfehlen. Für Freunde des Nachtlebens bietet der Ort kaum Möglichkeiten. Es gibt lediglich einen Pub, der meistens auch nur am Wochenende geöffnet ist.
Tip: Ein sehr leckeres, erfrischendes und leicht alkoholisches Getränk ist "Cider", das ein wenig an Potsdamer oder Alsterwasser erinnert. Am besten gut gekühlt aus dem Kühlschrank servieren.
Bert
» bert(at)entdeckungsreisender.de
Fotos: Bert
» bert(at)entdeckungsreisender.de
Leserkommentare
|
||||
|
||||
|
||||
|
||||





















