China - Im Reich der Mitte

01.07.04 - Anreise

Die Reise begann am frühen Morgen mit der Zugfahrt nach Düsseldorf. Hier konnte man schon einen kleinen Eindruck von der Reisegruppe gewinnen, den Menschen, mit denen man jetzt einen Monat zusammen die Zeit verbringt. Auf dem Flughafen Düsseldorf ging es dann direkt mit einem Airbus nach Bejing (Peking). Die Gesamtflugstrecke beträgt etwa 8100 km und der Flug dauert ca. 12 Stunden. Im Flugzeug saßen zu 90 Prozent Chinesen, die auch so gerne fotografieren, wie ihre japanischen Nachbarn.

 

 

 

Ankunft
Airport
Platz des himmlischen Friedens

02.07.04 - Peking

Nachdem wir nun unser Hotel erreicht hatten, ging es 2 Stunden später mit dem Bus zu einem bekannten Restaurant in Peking um die berühmte Pekingente zu verspeisen. Einige Bilder an den Wänden zeigten einige Persönlichkeiten, die schon vor uns in diesen Genuss kamen. So konnte man beispielsweise unseren ehemaligen Bundeskanzler Kohl und auch den Fußballstar Pele entdecken. Ein Fernsehteam filmte uns die ganze Zeit während des Essens, sicher ein lustiger Anblick, da wir ja noch etwas unerfahren mit der Esskultur und dem Umgang mit dem Stäbchen waren.

Später zeigte uns dann der Reiseleiter Lu den Platz des himmlischen Friedens und die verbotene Stadt, in der früher der Kaiser gelebt hat. Zum Abendbrot waren dann alle ziemlich geschafft und man konnte sich auch einen Eindruck über die Kost der nächsten Wochen machen.

verbotene Stadt

03.07.04 - Chinesische Mauer

Am nächsten Morgen ging es mit dem Bus 40 Kilometer in nördliche Richtung zur Chinesischen Mauer. Dieses Weltwunder ist ein wirklich imposantes Bauwerk, welches man schon aus dem Flugzeug sehen konnte. Gleichzeitig ist es aber auch ein Magnet für Touristen, für die auch ein kleiner Teil der Mauer restauriert und somit begehbar gemacht wurde. Einige Asiaten ließen sich auch gern mit uns Langnasen fotografieren, so werden hier gern mal die Europäer bezeichnet.

Nach dem Mittag besichtigten wir in Peking die Ming Kaisergräber, diese befinden sich in einer Halle 26 Meter unter der Erde.

Nun ging es zu einem staatlichen Forschungsinstitut, welches den Schwerpunkt auf traditionelle chinesische Medizin (kurz TCM) legt. Im Eingangsbereich konnte man einige alte buddhistische Gebetsmühlen bestaunen. Dann wurde uns ein kleiner Vortrag rund um die TCM gehalten. Jetzt gab es noch praktische Vorführungen, wie beispielsweise Akkupunktur und Pulsdiagnose. Hier konnte sich jeder untersuchen lassen und bei den meisten wurden auch gesundheitliche Probleme diagnostiziert. Seltsam war nur, dass die zwei Chinesen, welche die Pulsdiagnose anwendeten, nie die selben Personen untersuchen wollten, es wäre sicher interessant gewesen, ob beide die gleiche Diagnose stellen.

Chinesische Mauer und TCM

04.07.04 - Peking

An diesem Tag ging es auch schon sehr früh zur Besichtigung des Himmeltempels. Beim durchstreifen der groß angelegten Parkanlage, traf unsere Reisegruppe zufällig auf eine Taijiquan-Großmeister, der dort seine Schüler unterrichtete. Wir erfuhren, dass er erst vor kurzem von einer Europareise zurückgekehrt sei. Unsere Reisegruppe bestand aus Mitgliedern verschiedener Kampfkunstschulen des Raumes Berlin und alle schauten mit Begeisterung den Schülern des Meisters zu. Zum Schluss zeigte der Meister selbst seine Kunst, der ein direkter Nachfahre der Cheng-Familie ist und diesen Kampfstil übernommen hat.

Nun besuchten wir den Sommerpalast des Kaisers und anschließend eine Perlenzüchterei. Wir sahen dort einen kurzen Film über die Muschel- Perlenzucht und man konnte viel Schmuck dort kaufen. Wenn man den Blick vorsichtig über den Boden streifen ließ, so konnte man die eine oder andere heruntergefallene Perle erspähen und evtl. in Gewahrsam nehmen.

Zum Abendbrot gab es diesmal europäische Küche in einem Irish-Pub, was viele Reisemitglieder sehr begrüßten. Nach dem Abendessen mussten wir uns vor dem Hotel aufstellen und dann wurden die Spielregeln für die nächsten Wochen aufgestellt. Das hieß sich mental auf ein hartes Kung Fu- Training einzustellen, dem Meister und der Reiseleitung mit einer Verbeugung Respekt zu zollen und strenge Disziplin.

Himmelstempel und Taijiquan-Großmeister

 

» Teil II - Sanda- und Kung Fu- Training in China

 

Bert

» bert(at)entdeckungsreisender.de

 

Fotos: Bert

» bert(at)entdeckungsreisender.de

Kommentare

Anzeige: 1 - 5 von 6.
Usko
  Friday, 16-02-07 12:58
Naja, nich Hohlblocksteine, aber die Knochen bersten. Der kennt genau den Punkt am Bein, mit dem man danach nichtmehr laufen kann.

Martin R.
  Thursday, 24-02-05 11:43
Es handelte sich im Park um Großmeister Chen Yu, Enkel des legendären Chen Fake. Das Treffen fand nicht zufällig statt, sondern war lange vorbereitet. Den Termin selbst habe ich am Abend vorher bei einem Essen und anschließendem Privattraining arrangiert. Es ist nicht normal, daß eine Reisegruppe von Großmeister Chen Yu empfangen wird, das gilt übrigens auch für einige andere Begegnungen auf dieser Reise (Audienz bei Abt Shi Yong Xin - Shaolin, Prof. Cui Xinqi - der "zeitgenössische Bruce Lee", Chen-Familie in Chenjiagou).

Usko

usko(at)gmx.de

 
Tuesday, 08-02-05 18:08
So zerbroeselt der Keks nun einmal...
Weiter so, es gibt noch einige Tage mehr.

Pit
  Thursday, 20-01-05 22:07
Wie siehts es denn mit der Halbierung eines Hohlblocksteines aus?

Wong
  Wednesday, 12-01-05 15:20
zerbröseln sicher nicht.

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