London, bis Anfang November 2005

- Vor der HMS Belfast
Seit meinem Abgang aus Berlin sind bis jetzt zweieinhalb Monate vergangen und ich muss sagen: Alles richtig gemacht. Mein alter guter Freund vom SC Freiburg hatte es in einem Überraschungspaket noch treffender formuliert: Der eigene Weg ist der richtige. Was ich bis jetzt erlebt habe und wie ich es erlebt habe, war gut so. Dass es kein Urlaub in einer Fünf Sterne Clubanlage auf den Seychellen wird, wusste ich vorher. Ich hatte hier bis jetzt viele schöne Augenblicke aber auch viele Stunden, die ich aus meinem Lebenslauf gerne streichen würde, weil sie einfach scheiße waren. Mein Englisch hat sich leicht gebessert und ist ausreichend um sich hier durchzuschlagen. Die ersten 8000er sind bestiegen (Job, Wohnung, Bankkonto) und nun kann ich so langsam auch mal dazu übergehen, die Stadt zu genießen. Die ersten Besucher haben sich angekündigt, worüber ich mich sehr freue. Fakt ist, dass London für mich nur eine Durchgangsstation sein wird. Manchmal geht mir die Stadt auf den Sack. Das hört sich auf den ersten Blick alles cool an, in London zu leben und das ist auch cool, man sollte dabei aber nie vergessen, dass die Stadt einen zumindest in der ersten Zeit Einiges abverlangt und den Spruch bestätigt: Kein Schwanz ist härter als das Leben.


