Jede Menge Tourbilder » Hier klicken
Die ganze Tour auf Karte » Hier klicken
Kleines Reisetagebuch
Das kleine Reisetagebuch soll einen kurzen Überblick über die Stationen unserer Reise geben. Obwohl wir jede Menge zu schreiben hätten haben wir versucht die Texte kurz zu halten weil die ganze Sache sonst den Rahmen der Seite sprengen würde. Bilder sagen ja eh mehr als tausend Worte. Dennoch gibts es zu einzelnen Reiseerlebnissen auch detaillierte Berichte, die entsprechend verlinkt sind. Viel Spaß beim Lesen.
Santiago Vol. I
Mit dem Taxi gehts vom Flughafen in unsere Unterkunft die zwar recht bescheiden ist aber sehr familiär. Nach einer Dusche unternehmen wir die ersten Streifzüge durch das Stadtzentrum und landen mit viel Hunger in einer abgewichsten Spelunke. Essen fassen und Escudo trinken. Der Nachbartisch sorgt an der Jukebox für Stimmung. Uns werden Drogen angeboten. In Santiago ist Hochsommer. T-Shirt und kurze Hosen sind angesagt. Mit der Sonne sollte man allerdings vorsichtig sein, um sich nicht den Pelz zu verbrennen. Die Leute sind hier alle ganz okay und an unser Loch im Hostal haben wir uns auch gewöhnt. Wir wohnen westlich vom Plaza Brasil in einer relativ ruhigen Gegend. Allerdings befindet sich direkt vor unserem Fenster eine Bushaltestelle im 24h Dauerbetrieb.
Zuerst sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten dran. Auf dem Plaza de Armas ist mächtig viel Trubel. Gaukler, Touristen, Künstler, bettelnde Kinder und Schachspieler treiben in diesem von sehr schönen alten Gebäuden umgebenen Viertel ihr Unwesen. In einschlägigen Reiseführern wird vor Taschendieben gewarnt die immer nach der gleichen Masche vorgehen – einer lenkt ab, der andere klaut. Aber das gibt’s überall und deswegen kein Grund zur Panik. Auf Santiagos Hausberg besuchen wir den heiligen San Christobal, der auf der Bergkuppel als Statue verewigt ist. Von oben hat man einen herrlichen Panoramablick auf die ganze Stadt und die angrenzenden Anden. Ein weiteres Highlight ist die ehemalige spanische Festung Santa Lucia mit Springbrunnen, alten Gemäuern, einer Statue und viel schönem Grün ringsherum. Im Mercado Central gibt’s Fisch bis zum Abwinken. Berte ist begeistert vom Schwertfisch. An den Abenden treiben wir uns in den bekannten Vergnügungsvierteln Bellavista und Brazil rum. Bellavista ist sehr touristisch, in Brazil ist es gemütlicher. Und wir feiern Wiedersehen mit Jürgen und Mordillo die schon 5 Wochen Chileurlaub hinter sich haben.
3-4 Tage Santiago reichen aus um die sehenswertesten Sachen zu erleben. Jetzt geht’s erstmal an den Pazifik zu Axels Ranch. Bei der Mietwagenagentur gibt es zunächst ein paar Probleme aber letztendlich bekommen wir einen Viertürer mit Klimaanlage und CD-Player. Malte, Du bist trotzdem ein Wichser!!!
Colmuyao – Sehr erholsam
Auf der langen Autofahrt ins 600 km entfernte Küstendorf Colmuyao lädt die etwas eintönige Panamericana zum Blöd quatschen ein. Wir vergeben uns Reisenamen. Berte schleicht fortan als Snake die Klapperschlange, Flusche wird zum Ninjo der Junge getauft und Pit treibt sich für die nächsten Wochen als Gypo der Zigeuner rum. Wir machen das erst mal Bekantschaft mit den Schotterpisten. Unser Kleinwagen ist für diese Straßenverhältnisse eher nicht ausgelegt aber Pit lenkt auf Grund seiner Erfahrungen als ehemaliger Militärkraftfahrer den Wagen sicher über die Piste. Irgendwann finden wir dann auch die Ranch und lassen es uns für eine Woche gutgehen. Traumhaft ist es hier. Viel Natur, Sonnenschein, geile Wellen und ein schickes Haus auf der Klippe. Schlafen, gutes Essen, Sport treiben, Feiern, Lagerfeuer, Fotografieren, Klare Sternenhimmel, schöne Sonnenuntergänge, viel Quatschen, am Strand schlafen, einen ganzen Felsen voll mit Robben anschauen, leichte Arbeiten im Haushalt und am Schuppen sind angesagt. Und wir haben viel Spaß mit Axels Eltern Regina und Karl-Heinz und mit Emma (Besuch aus Santiago). Erholungseffekt 100%. Vielen Dank Axel. Es war sehr schön.
Pucon – Vulkanbesteigung Villarica
Pucon ist ein beliebtes Ausflugsziel am Lago Villarica mit vielen umliegenden Bergen, Seen, Flüssen, Naturparks und heißen Quellen. Demzufolge ist hier auch ziemlich viel los. Der Trubel erschlägt uns ein wenig aber was soll’s, schließlich sind wir hier um einen Job zu erledigen und der heißt „Vulkanbesteigung Villarica“. Auf der Straße spricht uns die dicke Janet an und lotst uns in hier Hostel. Danach fahren wir zu den heißen Quellen nach Los Pozones und abends gibt’s im Restaurant Fleisch und natürlich Bier. Am nächsten Tag wird die Tour gebucht und Kraft für den Aufstieg getankt. Die Sache ist ganz einfach: Wir gehen da hoch, machen unseren Job und gehen wieder runter. Gegen 7:30 Uhr holt uns ein Bus ab und zuckelt mit der ganzen Bagage (11 Männer, 1 Frau, 3 Bergführer) zum Basislager. Die ersten Höhenmeter sind Aufwärmprogramm, aber schon hier steigen 2 Spanier mit schwerfälligem Schritt aus. Der Oberbergführer zieht seinen Stiefel mit gleich bleibender Geschwindigkeit durch und gönnt uns auch ein paar Pausen. Mit zunehmender Höhe fällt Fluschi des Öfteren zurück, stirbt mehrere Heldentode, hat aber mit dem jungen Bergführer Rodrigo einen geduldigen Antreiber, der ihn vom Aufgeben abhält. Und das ist auch gut so denn nach 5h gibt’s oben auf dem Kratergipfel (Höhe 2.840m) für alle den verdienten Lohn für ein hartes Stück Arbeit - blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und ein kilometerweiter Rundblick auf die Anden. Der Abstieg geht dann etwas flinker, teilweise rauschen wir auf dem blanken Hosenboden durch Schneerinnen den Berg hinab. Erschöpft und zufrieden lassen wir unten im Tal den Tag ausklingen. Der Job ist erledigt. Und weiter gehts Richtung Süden.
Niebla - Zeckenteppich
Nach einer Stadtrundfahrt durch die bekannte Universitätsstadt Valdivia landen wir in der Bucht von Niebla, einem kleinen Nest an der Küste. Hier lassen wir uns auf einer Fressmeile von vorzüglich schmeckenden Fleischspießen vom Rest des Ortes blenden und beschließen, eine Nacht hier zu bleiben. Unsere Cabana, eine Art Holzbungalow, ist eine Keimzelle für allerlei Ungeziefer. Das Wort Zeckenteppich macht die Runde. Trotz der widrigen Umstände machen wir uns jetzt erst recht einen fröhlichen Abend, spielen Rezeption, hören beim Fischerfest Mapuchefolklore, schauen uns die Mondfinsteris an, trinken Rum-Cola und zocken Karten. Wer als erster wach wird weckt die anderen, damit wir hier ganz schnell wegkommen.
22.02.2008 – Frutillar - Beste Unterkunft
Wir sind gestern in Frutillar angekommen. Die Ortschaft ist ruhig, wir haben eine schöne Unterkunft. Hier gibt es einen schönen klaren See und man hat einen guten Blick auf einen weiteren Vulkan.
Heute ist der Himmel noch grau. Mal sehen, ob wir noch einen Tag hier bleiben.
24.02.2008 – Chiloe – Cucao - Strandfeeling
Wir haben eine schöne Zeit auf der Insel Chiloe. Zur Zeit sind wir in dem Ort Cuncao. Hier ist ein herrlich breiter Strand, wo man auch mit dem Auto hochfahren kann. Hier haben wir ein schönes Plätzchen in den Dünen zum Übernachten unter freiem Himmel gefunden.
Heute haben wir uns einen schönen Nationalpark angeschaut. Es gibt hier tolle Pflanzen und Tiere. Besonders beindruckend sind die Raubvögel.
Nach dem Sonnenuntergang machen wir ein Lagerfeuer und trinken etwas.
27.02.2008 – Chiloe - Pinguinland
Auf unserer Reise haben wir nun den Entschluß gefasst Chiloe zu verlassen und den Rückweg nach Santiago anzutreten.
Die letzten 2 Tage waren wir im Nordwesten der Insel an der Pazifikküste. Das Gebiet wird auch Pinguinland bezeichnet, da hier viele kleine Pinguine auf den vorgelagerten Inseln bzw. Felsen leben.
Gestern haben wir eine kleine Bootstour zu den Felsen gemacht und uns die kleinen Kerle angeschaut. Außerdem sah man noch viele Komerane und Möwen.
28.02.2008 - Ancud - Autoscheibe gesprungen
Wir sind gerade in Ancud auf der Durchreise um mal schnell ins Internet zu gehen und um was zu frühstücken. Ancud ist die nördlichste Stadt auf der Insel Chiloe. Danach geht es weiter, runter von der Insel Richtung Santiago.
Leider ist vorhin auf der Fahrt uns ein Stein von einem vorbeifahrenden Taxi ein Stein in die Vorderscheibe geschleudert worden. Nun hat diese einen Sprung. Die Straßen sind hier echt übel, haufenweise Schotterpisten. Nun müssen wir in einem Polizeirevier den Schaden melden, damit das dann die Versicherung übernimmt.
02.03.2008 – Santiago - Rückkehr
Unsere Reise ist nun fast vorbei. Gestern fuhren wir von der größeren Stadt Chilan nach Santiago, von wo aus es dann auch zurück geht.
Einen Abend zuvor haben wir gut gefeiert, so dass wir am Ende sogar die Lokalität taumelnd verlassen mussten. Die Tür in unserem Hostel stand die ganze Nacht sperrangelweit auf und keiner konnte sich erklären warum.
Nun verbringen wir noch 2 Tage in Santiago. Das Auto haben wir auch schon zurückgebracht und es gab keine Probleme.
03.03.2008 - Santiago - Fußballspiel
Heute ist unser letzter ganzer Tag hier in Chile. Morgen um 14 Uhr startet unser Flieger, so dass wir übermorgen Mittag wieder zu Hause sind.
Gestern waren wir bei einem großen Fußballspiel in einem riesigen Stadion. Es spielte Collo Collo gegen U. Catholica. Wir hatten nur Karten für den Hauptfanblock von Collo Collo bekommen und wurden dann unter Polizeischutz in einen ruhigeren Block gesteckt, da es für uns zu gefährlich hätte werden können.
Heute schauen wir uns noch etwas die Stadt an und genießen den vorerst letzten Tag in kurzen Hosen.
04.03.2008 – Santiago - Abreise
Leider wurde unser Flug um 9 Stunden verschoben, so dass, wenn nun alles klappt, wir um 22.35 Uhr morgen Abend in Berlin landen.
Jetzt liegen wir in der Nähe des Flughafens auf einer Wiese und lassen uns von den Ameisen ärgern. Es sind nun nur noch 5 Stunden bis zum Abflug.
Jede Menge Bilder zur Reise findet Ihr in der » Bildergalerie» .
Die ganze Tour in GoogleMaps » Hier klicken!
Autoren & Fotos
Bert
» bert(at)entdeckungsreisender.de
flusch.
» flusch(at)entdeckungsreisender.de
xxlfighter
» xxlfighter(at)entdeckungsreisender.de
Leserkommentare
|
||||
|
||||
|
||||
|
||||
|
||||





















