Ostseetrip August 2003

Etwas verspätet trafen wir uns so gegen 18 Uhr auf der schönen Insel Rügen in der Nähe von Garz an einer Imbissbude auf ein erstes Fischbrötchen und einige Biere, um vor der weiten Reise zu verschnaufen und unser weiteres Vorgehen im Hinblick auf das Wochenende zu besprechen.

Bei Altkamp, direkt am Strand des Greifswalder Bodden, sollte am selbigen Abend eine Party steigen, und wir waren uns schnell über unsere Teilnahme an selbiger einig. Leider brauchten wir dann noch einige Zeit, um die Location ausfindig zu machen, so daß wir erst bei Einbruch der Dunkelheit dort eintrafen. Von einer Party war weit und breit nichts zu sehen, und bis auf drei merkwürdige Typen, welche sich kurze Zeit später als Veranstalter der Party entpuppten, waren wir die einzig(st)en Gäste. Probleme bei der Organisation hieß es; die Typen fuhren noch mal los, um ein paar Sachen zu besorgen und wir hatten erstmal ausreichend Gelegenheit, die Lage zu checken und die erste Flasche Schnaps kreisen zu lassen. Irgendwann tauchten dann doch noch ein paar Gäste auf und die Veranstaltung kam langsam in die Gänge. Eine weitere Flasche Schnaps später wagten wir uns dann in die Nähe der Party um dort, in gebührendem Abstand, unseren restlichen Fusel nieder zu machen. Dabei blieb es dann auch, wir legten uns dann irgendwann am Strand schlafen. Für detailliertere Angaben zum Rest des Abends fehlt mir leider die Erinnerung.

 

Der Samstag begann ganz relaxt mit einem Bad der Herren Chip alias Die Weiße Rose von Kairo und Megatsunami. Nach einer nervenaufreibenden Irrfahrt auf der Suche nach einer Fischbrötchenverkaufseinrichtung landeten wir dann in Prora im berühmtesten deutschen Ostseeurlaubsparadies (PRORADISE). Wir verbrachten einige Stunden am Strand mit Abgammeln, Quallenschlachten, Boccia und natürlich Bier. Das Wetter war etwas besser als am Vortag, die Sonne schien öfter mal durch die Wolken und der Wind wehte uns in ziemlich heftigen Böen den feinen Sand in alle Körperöffnungen. Ein geschwätziger Stehpupenwächter hatte uns nebenbei den Standort der größten und besten Disse auf Rügen verraten: das "M3" in Prora, keine 300 Meter von unserem Strand entfernt. Chip alias Die Weiße Rose von Kairo war sofort begeistert und überzeugte auch Flip, Megatsunami und mich davon, dieses Etablissement zu späterer Zeit aufzusuchen. Bis dahin verbrachten wir den Abend in Strandkörben liegend mit allerlei dämlichen Spielchen und einem Fäßchen Bier des edlen Spenders Sabine aus Rostock.

Etwa eine halbe Stunde nach Mitternacht enterten wir dann ungewaschen aber hoch motiviert das "M3". Wir litten schon nach einer Stunde an optischer Reizüberflutung; der prozentuale Anteil an schönen Frauen war so hoch, daß wir permanent damit beschäftigt waren, uns den Sabber aus den Mundwinkeln zu wischen. Außer uns zu besaufen und uns gegenseitig auf die Schönheiten aufmerksam zu machen, bekamen wir allerdings in dem  Laden nichts auf die Reihe. Nachdem dann die mutigsten unter uns, Flip und Chip alias Die Weiße..., sich noch zwei riesige Körbe abgeholt hatten, verpissten wir uns so gegen fünf Uhr morgens an den Strand, um noch ein paar Stunden zu pennen.

 

Der Sonntag verlief ähnlich wie der Samstag, es gab Bier zum Mittag und ein gutes Dutzend nackter Kerle spielte neben unserem Stranddomizil Volleyball. Das Wetter war jetzt richtig gut, so daß auch die Quallen alle ihre Kumpels mitbrachten. Gegen 17 Uhr machten wir uns dann auf den Weg Richtung Heimat.

 

Ich hoffe, es hat allen genauso viel Spaß gemacht wie mir, so daß nächstes Jahr wieder solch eine Abenteuerfahrt mit gleicher Besetzung stattfinden kann.

 

 

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