Entdeckungsreisende wieder ausser Gefahr (28.11.03 21:30 Uhr)
West-Street

Leider kann ich diesmal von keinem positiven Erlebnis auf der Tour berichten.

Es war am frühen Abend als wir uns in die West-Street in Durban begaben. Wir liefen einige hundert Meter an Bars, Fastfood-Läden und Geschäften für das horizontale Gewerbe vorbei, als mein Mitreisender plötzlich meinte, dass wir von vier Typen verfolgt wurden.

Ein fünfter stellte sich vor uns in den Weg und wurde sofort handgreiflich. Plötzlich standen auch die anderen 4 Schwarzen hinter uns und einer hatte ein Messer in Kopfhöhe zum Zustechen erhoben.

Ich befreite mich schnell von dem ersten Kriminellen und verlor dabei einige Knöpfe meines Hemdes. Danach sah ich das Messer und machte einen Abwehrblock, damit uns das Messer nicht gefährlich werden konnte und bekam dadurch eine Stichverletzung am linken Unterarm. Dann hörte ich die Stimme meines Mitreisenden, dass alles okay sei und wir unser Geld geben sollten. Ich liess dann von dem Typen mit dem Messer ab und gab einige Scheine. Dabei wurde ich in der Zwischenzeit von den Anderen durchsucht.

Nun gingen wir rasch in den nächsten Nightclub und liessen uns ein Taxi rufen. Man gab mir noch ein Papiertuch um die Blutung zu stoppen und es auf die Wunde am Arm zu pressen. Dann fuhren wir schnell zu unserem Hotel und wurden dort in einen Hinterraum geführt. Die Stichwunde wurde gesäubert und kurzzeitig spielte mein Kreislauf etwas verrückt, ich stand wohl noch etwas unter Schock.

Jetzt kam der Notarzt und wir fuhren, nachdem er mich etwas verbunden hatte, zum Hospital. Dort wurden die Anmeldeformulare ausgefüllt und der Arzt ging mit mir in den Operationsraum. Dort bekam ich 3 Spritzen, die Wunde wurde nochmals gereinigt und schliesslich mit 4 Stichen genäht. Nun ging es wieder zurück ins Hotel, wo dann kurze Zeit später einige Polizisten kamen und ich meine Aussage machen musste. Mir wurden umgerechnet etwa 100 Euro und meine Kreditkarte gestohlen. Die Polizisten gaben uns den Tip, nicht so viel Bargeld mitzuführen und in verdächtigen Situationen schnell mal die Strassenseite zu wechseln und dann notfalls wegzusprinten.

Ansonsten ist, trotz dieses Zwischenfalls, Südafrika ein tolles Land, man sollte nur die West-Street bei Nacht meiden.

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Verletzter

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